Nicht jede Schiene ist eine echte Funktionsschiene
Der Begriff "Schiene" oder "Knirscherschiene" ist in der Zahnmedizin sehr geläufig.
Viele Patienten haben sogar mehrere Schienen in verschiedenen Ausführungen. Dabei ist es manchmal völlig egal, ob der Patient Symptome der Craniomandibulären-Dysfunktion (Spannungskopfschmerz, Rückenschmerzen, Tinnitus, Hals-Nackenbeschwerden) aufweist oder nicht.
Eine Schiene zu haben, oder anfertigen zu lassen, ist in der Zahnarztpraxis Alltagsgeschäft, es geht schnell und wird in den meisten Zahnarztpraxen durch die Helferin erledigt.
Diese Fragen sollte ein Patient auf jeden Fall immer beantwortet bekommen:
- Welche Unterschiede gibt es bei Schienen?
- Warum sind diese Unterschiede so wichtig?
- Wann weiß ich, ob ich die richtige Schiene bekomme?
Es gibt viele unterschiedliche Schienen, es gibt sie für den Ober- und Unterkiefer, mit und ohne Bügel, nur die Seitenzähne bedeckend, oder mit einem Frontzahn-Aufbissplateau. Doch oft sind diese Schienentypen nur Schutzschienen, ohne therapeutisches Ziel. Sie werden häufig nach kurzer Zeit durchgebissen, können so die Situation des Patienten verschlechtern. Was Patienten über eine geplante Schienentherapie wissen sollten, ist, dass immer eine exakte Diagnose vorausgehen muss. Der Großteil der Patienten ist beim Thema "Schiene" einerseits durch den Zahnarzt gut informiert, aber andererseits, wegen der vielen verschiedenen Schienenarten, auch irritiert.
Auch wenn manche Schienen ähnlich aussehen, es gibt große Unterschiede. Dabei kommt es nicht darauf an, dass die Schiene aus Kunststoff ist und die Zähne vor dem "Abknirschen" schützt (sogenannte Knirscherschiene), sondern, wo und wie der Unterkiefer zum Oberkiefer steht. Denn wenn der Unterkiefer falsch steht, kann man mit einer Knirscherschiene den weiteren Verfall des Gebisses zwar mindern, allerdings wird die Fehlstellung des Unterkiefers dadurch nicht behoben. Angrenzende Symptome hierfür sind Spannungskopfschmerzen, Hals- und Nackenbeschwerden, uvm. Fehlfunktionen beim Zubeißen, wie Fehlbiss oder zu festes Zubeißen bei starker Anspannung, führen zu Leistungseinbußen in der Beweglichkeit, Kraft und Koordination.
Eine konsequente und professionelle Diagnostik ist die Grundvoraussetzung, diese muss von einem qualifizierten Zahnarzt durchgeführt werden. Die Position des Unterkiefers wird individuell eingestellt, nur so kann eine Funktionsschiene auch Ihre Wirkung zeigen. Diese richtige Positionierung erfolgt mit dem DIR® System, ein computergestütztes Verfahren setzt das Kiefergelenk und damit den Unterkiefer in die richtige Position zum Oberkiefer (Bild 1 = Habituelle Bisslage = Ist-Situation + Bild 2 = Bisslage nach DIR® Messung = Soll-Situation).

Ist-Situation (Bild 1) Soll-Situation (Bild 2)
Die DIR® Schiene (Bild 3 = Aufsicht DIR® Schiene) ist für jeden Patienten sofort erkennbar (Original nur mit dem
DIR® Logo) und gibt auf diese Weise jedem Patienten die Sicherheit, eine Funktionsschiene nach dem DIR® Konzept erhalten zu haben.

Aufsicht DIR® Schiene (Bild 3)
Nicht jede Schiene hält was sie verspricht, auch wenn fast alle gleich aussehen:
Achten Sie auf dieses Zeichen (Bild 4 = DIR®-Schiene Seitenansicht mit Label)

DIR®-Schiene Seitenansicht mit Label (Bild 4)
Autorin: Dr. med. dent. Farina Blattner, Fachärztin für Funktionsdiagnostik mit dem DIR® System