LOGIN

 

SUCHE

DIR-Blog

Zum Warenkorb



Kontakt
Rufen Sie uns an, oder senden Sie uns eine Nachricht über unser Kontaktformular.
 

5. Funktionsforum Düsseldorf

 

 

Großes Lob für das 5. Funktionsforum in Düsseldorf

Unter dem Motto „Funktion und Ästhetik im Duett“ veranstaltete die Gesellschaft für Funktionsdiagnostik DIR® mbH aus Essen zum fünften Mal ein Fortbildungswochenende auf besonderem Niveau. Die Erwartungshaltung der Teilnehmer wurde dabei ohne Zweifel übertroffen, das bestätigte die finale, schriftliche Beurteilung der Gäste. Somit untermauerte das FUNDAMENTAL® Schulungszentrum, als Gesamtorganisator dieser Veranstaltung, zum wiederholten Mal die professionelle Eventplanung und Durchführung.


Bereits am Freitag, 23.März, kamen über 60 Teilnehmer/innen zu den Workshops für Zahnärzte und Zahntechniker ins Maritim Airport Hotel nach Düsseldorf. Dabei durften die Veranstalter neben den Gästen aus der gesamten Bundesrepublik auch Interessenten aus den benachbarten Niederlanden, Luxemburg, Belgien, Österreich und der Schweiz begrüßen. Die weiteste Anreise nahmen aber die Teilnehmer/innen aus Bulgarien und der Ukraine in Kauf, so dass man durchaus von einer internationalen Beteiligung sprechen darf. In fünf verschiedenen Workshops konnten sich Zahnärzte in der Anwendung des DIR® Systems qualifizieren lassen. Dabei waren auch Patienten als Probanden eingeladen und wurden unter Anleitung der DIR® Referenten Dr. med. dent. Sabine Linsen, Dr. med. dent. Farina Blattner, Dr. med.dent. Astrid Berden-Staal, Dr. med. dent. Bernard de Jonge, Dr. med. dent. Jochen Poth, Dr. med. dent. Alexander Dietzel und weiteren Assistenten betreut. Helferinnen lernten in einem weiteren Workshop die effektive Implementierung des DIR® Systems und die notwendigen, organisatorischen Maßnahmen in der Zahnarztpraxis kennen. Das intraorale, digitale Scannen war ein weiteres Thema im Workshopangebot der Firma Straumann. Die Resonanz war sehr positiv.


Am Samstag, 24. März, waren es 250 Teilnehmer/innen, die das Tagessymposium mit großem Interesse verfolgten. Der Geschäftsführer des FUNDAMENTAL® Schulungszentrums, Klaus Osten, begrüßte die Gäste und moderierte die Veranstaltung. Er zitierte in seiner Willkommensansprache ein paar statistische Zahlen aus dem neuen Jahrbuch der Bundeszahnärztekammer, wo es u.a. heißt, dass ca. 80 % der Zahnärzte eine Zunahme von Zähneknirschen und Pressen bei ihren Patienten feststellen können. Die Ursachen dafür sind meist psychosomatisch bzw. stressbedingt. Dabei kann man davon ausgehen, dass 8 - 15% der Frauen und 3 - 10% der Männer knirschen – besonders häufig ist die Altersgruppe der 35- bis 45-jährigen Patienten betroffen. (Z.E.)
Für den Veranstalter eine weitere Bestätigung und Motivation das Thema „Funktion“ weiter in den Dentalmarkt zu implementieren.


Mit einem herzlichen „Guten Morgen“ schloss sich der Geschäftsführer der DIR® GmbH & Co. KG, Carsten Winkler, den Worten von Klaus Osten an und bedankte sich dabei vorab bei Frau Dr. Sabine Linsen, Oberärztin an der Uniklinik Bonn, die als Referentin auch den wissenschaftlichen Tagesvorsitz übernahm.


Der erste Vortrag beschäftigte sich mit der digitalen 3D-Abformtechnik. Dabei präsentierte Dr. Karsten Kamm aus Baden-Baden seine Erfahrung mit dieser innovativen Methodik und zeigte dazu eindrucksvolle Bilder aus seiner zahnärztlichen Praxis. Fazit seines Beitrags – die Digitalisierung ist weder in der Zahnarztpraxis noch im Dentallabor aufzuhalten. Der Work Flow wird bereits heute zu einem großen Anteil durch digitale Herstellungsprozesse gesteuert. CAD/CAM-Fertigung und alle digital angekoppelten Verfahren werden maßgeblich das Berufsbild des Zahnarztes und das des Zahntechnikers verändern. Der erste Vortrag des Tages stimmte den ein – oder anderen Zuhörer sehr nachdenklich.


Der zweite Fachvortrag wurde von Frau Dr. Sabine Linsen präsentiert. Dabei zeigte sie einige Grenzfälle aus der Klinik, die sich in erster Linie mit der Rekonstruktion von Kieferknochen und Kiefergelenken durch alloplastische Ersatzstrukturen beschäftigten. Gerade in der Unfall-und Resektionsprothetik ist es Ziel, durch die Wiederherstellung von Kiefer – und Kopfanatomie die Nahrungsaufnahme einerseits und die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben andererseits, zu gewährleisten. Hier bekommen Begriffe wie Funktion und Ästhetik eine ganz andere Bedeutung.


Nach der Kaffeepause eröffnete Dr. Sjoerd Smeekens aus den Niederlanden das Vormittagsprogramm. Als erfahrener Zahnarzt und Referent zeigte er seinen „Schlüssel zum Erfolg“ bei der Behandlung und Versorgung von funktionsgestörten Patienten. Sehr lehrreich war seine Betrachtung und Einteilung von Abrasionsgebissen und die rekonstruktive Vorgehensweise in der Praxis. Der charmante Dialekt (sein eigener Hinweis!), sein unterhaltsamer Vortragsstil und die professionellen Bilder seiner Präsentation waren in jeder Hinsicht ein Fortbildungsgenuss.


Als Kieferorthopäde folgte Dr. Kai Hagemann aus Essen und räumte in seinem Beitrag mit einigen Vorurteilen und Erwartungen auf. Die Kieferorthopädie kann im wahrsten Sinne des Wortes „viel bewegen“, doch manchmal steht halt Wunsch versus Wirklichkeit. Zahnärzte und Kieferorthopäden sollten nach seiner Meinung mehr miteinander kommunizieren, damit der Patient als zufriedener Kunde am Ende der Gewinner ist. Ein authentischer Beitrag eines erfahrenen Praktikers.


Mit neuen Gesichtspunkten der Okklusion und Okklusionstherapie war Herr Prof. Dr. Bernd Kordaß aus Greifswald angereist. Er zeigte in seinem gleichnamigen Vortrag verschiedene Aspekte der Funktionsdiagnostik und der darauf aufbauenden Funktionstherapie. Wichtig dabei ist vor allem die Berücksichtigung aller beteiligten Strukturen. Hier wird aus seiner Sicht der neue Begriff der „Homeposition“ ausschlaggebend, die dem Patienten eine angenehme, funktionelle und individuelle Okklusionsform und Bisskomfort bietet. Prof. Kordaß unterstrich nochmal eindrücklich die wichtige Bedeutung der Funktion in der Zahnarztpraxis neben der von Patienten gewünschten Ästhetik.


In der Mittagspause hatten die Teilnehmer/innen Gelegenheit die Dentalausstellung zu besuchen. Dabei war das Interesse sehr groß, und es wurden zahlreiche Fachgespräche geführt und Meinungen ausgetauscht. Das Mittagslunch war mit seinen kulinarischen Köstlichkeiten ein weiterer Grund die Pause „auszukosten“.


Mit Joachim Werner startete das Programm am Nachmittag. Der Zahntechnikermeister aus Essen ist als autorisiertes DIR®-Fachlabor auf Funktion und Ästhetik spezialisiert. Sein Vortrag „Don`t tell me – show me“ beschäftigte sich mit der Patientenberatung und Patientenmotivation. Dabei spielt neben der dentalen Fotografie die individuelle Betreuung von Patienten eine entscheidende Rolle. Laut Werner verstehen Patienten in der Regel gar nicht, was in einer prothetischen Behandlung mit ihnen geschieht. Der Referent unterstützt seine Zahnarztpraxen z.B. durch die individuelle Anfertigung eines perfekten Frontzahn-Mock-Ups, was dem Patienten nicht nur anprobiert und als „ästhetisches Ziel“ präsentiert, sondern auch als „Fotobook“ zugemailt wird – beindruckende Bilder eines Spezialisten.


Mit Spannung war nun der Vortrag von Dr. Felix J. Saha erwartet worden. Als Oberarzt an den Kliniken Essen-Mitte, Innere Medizin, Naturheilverfahren und integrative Medizin, referierte er über die Auswirkung einer DIR®-Aufbissschiene und somit die Bisskorrektur durch eine DIR®-Schiene bei chronischen Schmerzpatienten. In einer randomisierten, kontrollierten Studie hat er die Auswirkungen der Schienentherapie auf die Körperstatik und Schmerzintensität untersucht. Dabei wurde bei den Patienten, die die DIR®-Schiene 24 Stunden (außer beim Essen und Zähneputzen) lang permanent über einen Zeitraum von mindestens 3 Monaten getragen haben eine signifikante Verbesserung des Beschwerdebildes festgestellt. Das wurde u.a. durch elektro-optische Ganganalysen untersucht und bestätigt. Diese Auszüge aus der wissenschaftlichen Studie waren ein weiterer Beweis für die Anwendung der DIR®-Methodik in der modernen Zahnmedizin.


Der Zahntechnikermeister Hans Eisenmann referierte im Anschluss über die verschiedenen Herstellungsverfahren in Verbindung mit keramischen Werkstoffen und CAD/CAM-Verfahren. Mittlerweile ist es möglich Kronen und Brücken monolithisch aus Zirkonoxid anzufertigen. Dabei ist die Funktion im Sinne einer perfekten anatomischen Form Voraussetzung und Bestandteil moderner Fräsanlagen, andererseits muss man hier ästhetische Kompromisse in Kauf nehmen. Für den Referenten ist das monolithische Herstellungsverfahren eine mögliche Alternative im Leistungsangebot von Zahnarzt und Zahntechniker.


Prof. Dr. Udo Stratmann, Danube University Krems, referierte als ausgebildeter Zahnarzt und Anatom zur Bedeutung des Kiefergelenks und der Auswirkung einer verkürzten Zahnreihe im Seitenzahngebiet. Er unterstrich die Bedeutung der okklusalen Stützzonen für die Gesunderhaltung der benachbarten Strukturen und für die langfristige Gesundheit des Menschen. Ferner ging er auch auf die unterschiedlichen Designs der DIR®-Aufbissschienen und deren Auswirkung auf das stomatognathe System aus. Das Publikum verfolgte seine Ausführungen mit großem Interesse.


Keramik versus Komposit – Oliver Heinzmann sprach als Zahntechnikermeister und Laborinhaber aus Heppenheim zu der Verarbeitung von modernen Komposit-Werkstoffen. Er zeigte dazu beeindruckende Bilder von zahntechnischen Restaurationen, wo der optische Unterschied von Keramik- und Komposit-Kronen nicht mehr zu erkennen war. Mit seiner „flüssigen Keramik“, wie er das Komposit nennt, sind gelenkfreundliche Restaurationen im Sinne eines sogenannten „Softbites“ für den Patienten empfehlenswert. Dies untermauerte er u.a. mit zahlreichen Gegenüberstellungen physikalischer Werte von unterschiedlichen Produkten und Herstellern.


Zum Abschluss des 5. Funktionsforums präsentierte Prof. Dr. Jochen Jackowski, Universität Witten/Herdecke, die „Klinische Symptomatik und Differentialdiagnose des idiopathischen Brennens der Mundschleimhaut“. Das sogenannte Burning-Mouth-Syndrom kann dabei zahlreiche Ursachen haben. Neben den verwendeten Werkstoffen in der zahnärztlichen Prothetik spielt die allgemeine bzw. die spezielle Compliance des Patienten eine Rolle. Auch die Medikation sollte genauestens untersucht und beobachtet werden, um Patienten mit Burning-Mouth-Syndrom effektiv helfen zu können.
Nicht zuletzt spielt auch immer wieder die Psyche und deren zahlreichen Erkrankungsbilder eine große Rolle bei der Behandlung von Patienten, die unter dieser Krankheit leiden und viel Lebensqualität dadurch einbüßen müssen.


Mit einem großen Applaus verabschiedeten sich die 250 Teilnehmer/innen und bedankten sich damit bei den Referenten, Ausstellern und den Veranstaltern für ein gelungenes Fortbildungswochenende in einem ansprechenden Ambiente.
Das 6. Funktionsforum für Zahnärzte und Zahntechniker wird wohl nicht lange auf sich warten lassen.
Die Fortbildungsinteressierten wird es sehr freuen!

 

 

Gesellschaft für Funktionsdiagnostik DIR® System mbH & Co. KG | Bocholder Straße 5 - 45355 Essen
Tel. 0201/27906090 | Fax: 0201/27906099 | Mail | Impressum

E-Commerce On-Demand by Xsite